Kants Kritik der reinen Vernunft

Einführung in einen philosophischen Klassiker
„Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“ Dieser vielzitierte Satz kann möglicherweise als Kernaussage von Immanuel Kants Erkenntnistheorie angesehen werden, wie er sie in seinem Hauptwerk „Die Kritik der reinen Vernunft“ von 1781 ausgearbeitet hat. Die Zielsetzung dieser monumentalen Schrift ist in gewisser Weise charakteristisch für die europäische Aufklärung: Ausgehend von der Frage, was ein vernünftiges Wesen überhaupt wissen könne, reflektiert Kant unter Einhaltung einer strengen, von ihm selbst ausgearbeiteten Methode auf das Erkenntnisvermögen des Menschen. Seinen Ansatz fasst er dabei unter dem Namen einer „Transzendentalphilosophie“ zusammen - anstatt die Grundstrukturen der Welt unter Zuhilfenahme der herkömmlichen Metaphysik zu beschreiben, steht eine eingehende Untersuchung der Entstehung und Begründung des Wissens über eben diese Welt im Mittelpunkt der Kritik. Sinneserfahrung und Verstandestätigkeit, die beiden einzigen Quellen der Erkenntnis, erweisen sich hierbei als in hohem Maße voneinander abhängig, weswegen es gemäß dem kantischen Ansatz viel zu einseitig ist, dem einen gegenüber dem anderen den Vorzug zu geben. Ausgehend von diesen Grundgedanken beansprucht Kant, die gesamte Philosophie revolutioniert zu haben.

Die Kritik der reinen Vernunft steht in dem Ruf, das vielleicht bedeutendste und wirkmächtigste philosophische Werk zu sein, das je in deutscher Sprache geschrieben wurde, nicht allein deswegen, weil sie den Ausgangspunkt für das gesamte weitere Denken Immanuel Kants bildet. Zugleich wird ihr allerdings nachgesagt, eines der schwierigsten Bücher der europäischen Geistesgeschichte zu sein. Eben dies ist der Grund, warum wir uns in diesem Kurs der Philosophie Kants langsam und behutsam annähern wollen. Nach gemeinsamer Lektüre der Vorrede und Einleitung des Werkes beschäftigen wir uns mit der Transzendentalen Ästhetik und Logik, wodurch wir sowohl Kants Konzept einer Theorie der Anschauung als auch seine Theorie des Denkens kennenlernen. Die weiteren Problemfelder, denen unser Kurs gelten soll, sind von den Interessen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abhängig. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.


04.06.20

10 Abende, 13.02.2020 - 16.07.2020
Donnerstag, 18:30 - 20:00 Uhr
10 Termin(e)
Simeon Elias Hüttel
42 108 003
VHS Schulungszentrum, Maria-Kundenreich-Straße 4, 54634 Bitburg, Raum 2, 1 OG
46,00

Belegung: 
 (Plätze frei)

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